
Recipe
Ossobuco, wie es bei uns in München auf den Sonntagstisch kommt: am Knochen geschmort, bis das Fleisch vom Löffel fällt. Mit Zeit und Ruhe wird das Mark die ganze Sauce tragen.
17 ingredients
9 steps
Die Kalbshachsen rundum kräftig salzen und pfeffern, dann im Mehl wenden — nur dünn, nicht wie eine Panade. Überschüssiges Mehl abklopfen.
Butterschmalz und Olivenöl in einem schweren Schmortopf erhitzen, bis das Fett heiß ist und leicht flimmert. Butterschmalz statt Butter — normale Butter verbrennt bei acht Minuten pro Seite und macht die Sauce bitter. Das Fleisch von jeder Seite anbraten, bis eine tiefe braune Kruste steht — das dauert seine Zeit, gut acht Minuten pro Seite. Wer hier ungeduldig wird und zu früh wendet, bekommt graues Fleisch statt Röstfarbe, und die ganze Sauce bleibt flach.
Gemüse und Knoblauch zugeben und mitrösten, bis die Zwiebeln weich und goldig sind. Das Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten, bis es dunkler wird — verbrennt es, wird die Sauce bitter.
Mit Weißwein ablöschen und den Bratensatz vom Topfboden lösen. Die Flüssigkeit auf die Hälfte einkochen lassen, dann die Brühe angießen.
Lorbeer und Thymianzweige einlegen. Aufkochen, dann die Hitze reduzieren, bis die Sauce nur noch simmert — nicht kochen, schmoren.
Deckel auflegen und für zweieinhalb Stunden sanft schmoren. Zwischendurch das Fleisch wenden und prüfen, ob noch Flüssigkeit nötig ist — die Hachsen sollen zur Hälfte in Sauce stehen.
Das Fleisch herausnehmen und warm halten. Sauce durch ein Sieb passieren, Fett abschöpfen und auf mittlerer Hitze leicht einkochen, bis sie die gewünschte Bindung hat.
Die abgeriebene Zitronenschale unterrühren — das gibt die Frische, die das Gericht vom schweren Schmortopf hebt.
Die Hachsen auf tiefen Tellern anrichten, Sauce darübergeben und mit Petersilie bestreuen.
AI estimated
Calories
680
kcal
Protein
52
g
Carbs
18
g
Fat
38
g
Fiber
3
g
Sugar
4
g
Sodium
850
mg
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